Unsere Mission

Das Zentrum für Stadtgeschichte Ostmitteleuropas wurde im Jahre 2004 als gemeinnützige Privatstiftung gegründet. Wie jede Organisation, die keinen kommerziellen Erfolg anstrebt, fühlt sich das Zentrum ideellen Zielen verpflichtet.

In allen seinen Tätigkeiten, ob akademischer oder kultureller Natur, ob nach außen gerichtet oder im Umgang der Mitarbeiter untereinander, stehen die Prinzipien Offenheit (gegenüber dem Neuen), Toleranz (gegenüber dem Anderen) und Verantwortungsbewusstsein (gegenüber der Zukunft) ganz oben.

Als geschichtswissenschaftliches Institut wollen wir durch unsere eigenen Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen neue intellektuelle Impulse geben und alte Denkmuster auflösen. Durch Information und Aufklärung wollen wir verhindern helfen, dass die Geschichte von außerwissenschaftlichen Institutionen, inklusive dem Staat, missbraucht wird.

Mittels Konferenzen, Seminaren und Ausstellungen sowie durch den Aufbau einer internationalen Bibliothek wollen wir den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Ost und West fördern. Der Abwanderung von qualifizierten Wissenschaftlern ("brain drain") wollen wir begegnen, indem wir helfen, jungen Menschen die Chance zu bieten, in ihrem eigenen Land qualitativ hochstehende Arbeit zu leisten, die ihnen auch im internationalen Qualitätswettbewerb Anerkennung verschafft.

Unser besonderes Anliegen gilt der Präsenz in der Öffentlichkeit und der fruchtbaren Zusammenarbeit mit ihren politischen und kulturellen Institutionen. Als Institut, das nicht nur über die Stadt der Vergangenheit forscht, sondern in der Stadt der Gegenwart lebt und arbeitet, wollen wir über das Akademische hinaus kulturelle Initiativen unterstützen, die wir für wertvoll und zukunftsträchtig halten.

Wir wollen Lemberg dabei helfen, ein Zentrum des geistigen, wissenschaftlichen und kulturellen Lebens nicht nur der Ukraine, sondern Europas zu werden.

Die Ziele des Zentrums im Einzelnen sind in der Stiftungsurkunde vom 9. November 2005 (§3) genannt:

  1. die Erforschung der Stadtgeschichte Ostmitteleuropas durch die Gründung eines wissenschaftlichen Zentrums zu fördern. Das Zentrum hat seinen Sitz in Lemberg (Lviv, Ukraine)
  2. durch internationalen Austausch mit anderen wissenschaftlichen Instituten die moderne Stadt- und Urbanisierungsgeschichte als interdisziplinäre Forschungsrichtung in Lemberg und Ostmitteleuropa zu verankern
  3. in Zusammenarbeit mit anderen in Lemberg bestehenden akademischen Institutionen die Erforschung der Vergangenheit Lembergs als urbanes Zentrum multikulturellen Zusammenlebens zu fördern
  4. mittels Durchführung bzw. Unterstützung von öffentlichen kulturellen Veranstaltungen das gegenwärtige Kulturleben der Stadt Lemberg zu bereichern
  5. über wissenschaftliche Forschung sowie interregionalen und internationalen Kulturaustausch europäisches Bewusstsein zu stärken, um damit die europäische Integration der Ukraine zu fördern
  6. über Informations- und Dokumentationsarbeit das Bewusstsein der Öffentlichkeit für den Wert der vom Verfall bedrohten historischen Bausubstanz Lembergs zu fördern und damit einen Beitrag zur Bewahrung europäischen Kulturguts zu leisten
Die Bilder
Dr. Harald Binder beim Unterzeichnen der Stiftungsurkunde am 16. April 2004
Dr. Harald Binder beim Unterzeichnen der Stiftungsurkunde am 16. April 2004
Das Jugendstilhaus des Zentrums
Das Jugendstilhaus des Zentrums
Das Logo des Zentrums stellt die multikulturelle Stadt als offenes Buch dar.
Das Logo des Zentrums stellt die multikulturelle Stadt als offenes Buch dar.